Behandlungsaufbau

Wie

Jede Behandlung beginne ich mit einem aufmerksamen Gespräch, wobei neben den Beschwerden und dem Krankheitsverlauf auch Lebensgewohnheiten und emotionale Belastungen mir helfen ein Bild entstehen zu lassen.

Im zweiten Schritt versuche ich über das Erspüren einer beispielsweise veränderten Beweglichkeit des Gewebes, das Bild ab zu runden. Ich werde zum "Körperdetektiv", denn bei meiner Suche nach Störungen und Einschränkungen höre ich quasi in den Körper hinein. Hier passiert in der Regel ein fliessender Übergang von „Hören“ und Behandeln.

Ist die Funktion eines Systems gestört, verändert sich seine Beweglichkeit. Ist wiederum die Bewegung eines Systems eingeschränkt, beeinflusst dies seine Funktion. Nicht immer warnt uns der Körper bei einer Dysfunktion mit Schmerz. Dank seiner Anpassungsfähigkeit kann er manche Störung wie z.B. eine stressbedingte Verspannung, eine Fehlhaltung, oder falsche Ernährung lange Zeit ausgleichen. Die eingeschränkte Funktion wird von anderen Körperstrukturen übernommen. So kommt es dazu, dass sich Funktionsstörungen verlagern und es auch hilfreich sein kann dort zu arbeiten, wo scheinbar keine Symptome vorliegen.

Während viele Methoden mit gezielten Stressimpulsen an den Körper herangehen, arbeite ich mit Techniken, die den Stress reduzieren. Ein grundlegender Gedanke hierbei ist die Erkenntnis, dass es nicht zwei Menschen gibt die gleich sind, es ergo keine Definition gibt, wie der Mensch zu sein hat. Ich bekämpfe kein Symptom, sondern verstehe das Symptom als den bestmöglichen momentanen Ausdruck der Selbstregulation des Menschen.
An entscheidenden Stellen des Körpers gebe ich Impulse, die die Eigenregulation und Selbstheilung unterstützen. Durch sanfte, aufmerksame Berührungen, die den vorhandenen Bewegungsmustern folgen, erhält der Behandelte, was sein Körper sucht. Ich arbeite mit dem Menschen nicht an ihm. Durch Erfahrung haben meine Hände gelernt mit dem Körper in einen Dialog zu treten. Verbinde ich dieses Gespräch meiner Hände mit meinem Wissen und dem was der Klient mir erzählt, so bekomme ich eine Art „Landkarte“, die uns führt. Hierbei sind es verschiedene Ebenen auf der die Arbeit gleichzeitig stattfindet. Durch diesen Dialog entsteht ein inneres Lauschen, welches dem Klienten Raum gibt, sich selbst zu begegnen. Der Körper reagiert dankbar mit einer zellulären Lebendigkeit, es öffnen sich Räume und Zwischenräume, es entsteht eine Bewegung, die in Beziehung steht zu der Summe ihrer Teile. Diese Wechselwirkung und Vernetzung wird gefühlt und der Verstand beginnt die Unteilbarkeit zu begreifen. Die Erlaubnis in dem so entstehenden Raum sich selbst zu begegnen ist heilsam und führt zu einer tiefen transformierenden Entspannung.

Die Eigenwahrnehmung ist der Schwerpunkt meiner Arbeit. Wie ist meine Haltung? Was sind meine Bewegungsmuster? Je präziser der Ist-Zustand wahrgenommen und verstanden wird, um so bewusster kann die Entwicklung in die gewünschte Richtung selbst gefunden und dauerhaft gehalten werden.

Was nicht von innen heraus geheilt werden kann, kann nicht von aussen geheilt werden.
A. L. Pauls: Ortho-Bionomie
Physiotherapie unterstützt

WANN

bei sämtlichen Störungen des Bewegungsapparates
(Muskel, Gewebe, Knochen, Gelenke)
bei Fehlhaltungen
die Lösung von Verspannungen, Verkrampfungen, Blockaden
die Neuorganisation von Bewegungsmustern
bei chron. Schmerz
bei Störungen und Beschwerden der Bauchorgane
(Darm, Menstruation, Zwerchfell, Oberbauchbeschwerden)
bei Schwindel
bei Schlafstörungen
bei Atembeschwerden
bei Erschöpfung
die Narbenbehandlung
das hormonelle und immunologische Gleichgewicht
die Lösung traumatischer Erlebnisse aus dem Zellgedächtnis
den Abbau von Stress
innere Ruhe und Ausgeglichenheit
die Steigerung der Konzentrationsfähigkeit
das allgemeine Wohlbefinden
die Verfeinerung der Sinne
dabei die Logik des eigenen Körpers zu entdecken
Der Körper ist die Übersetzung der Seele ins Sichtbare.
C. Morgenstern